OKR . Einführung . Kolumnen | 13.03.2025

Die OKR-Methode – zielorientierte Führung durch agile Prozesse

Lesezeit

30 Minuten

Author

Cyrill Kuster

In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über das OKR-Framework (Objectives and Key Results): von der Definition über praktische Beispiele bis zu den besten Tools. Lies außerdem, wie OKR deinem Unternehmen hilft, ambitionierte Ziele effizient zu erreichen und agile Prozesse zu fördern.

 

 

 

Die Definition von OKR

OKR ein Framework zur Formulierung und messbaren Nachverfolgung von ambitionierten Zielen, vor allem durch die daran direkt arbeitenden Menschen, die in den 1970er-Jahren bei Intel entwickelt und später von Google popularisiert wurde. Die «Objectives» (Ziele) bilden qualitative, ambitionierte Ziele, die eine klare Richtung vorgeben. Die «Key Results» (Schlüsselergebnisse) sind messbare Schritte, die den Fortschritt in Richtung der Ziele abbilden. Diese Methode fördert Transparenz, Fokussierung und Ausrichtung im gesamten Unternehmen. Durch die klare Strukturierung und regelmässige Überprüfung der Ziele und Ergebnisse ermöglicht OKR eine agile und zielorientierte Führung, die Teams motiviert und den Unternehmenserfolg nachhaltig steigert.

  • «OKR (Objectives & Key Results) bringt Strategie in die Umsetzung. Es sorgt für eine gemeinsame Ausrichtung auf Unternehmensziele, hilft klare Prioritäten zu setzen und Ressourcen gezielt einzusetzen. Statt endlos zu planen, ermöglicht OKR fokussiertes Arbeiten mit messbaren Fortschritten – damit das Team vom Reden ins Handeln kommt.»

    Thomas

    Thomas Walter

  • Die Geschichte und Herkunft des OKR-Frameworks

  • 1972
    Entwicklung bei Intel: Das OKR-Framework hat seine Wurzeln in den 1970er-Jahren bei Intel, wo es von Andy Grove entwickelt wurde, um die Leistung und Ausrichtung des Unternehmens zu verbessern. Groves Buch «High Output Management» beschreibt die Grundprinzipien dieser Methode. Verschiedene Videos aus dieser Zeit, oftmals in schwarz-weiß, zeigen, wie lange OKR bereits genutzt wird.
  • 1999
    Einführung bei Google: Ein entscheidender Wendepunkt in der Verbreitung von OKR war die Einführung bei Google. John Doerr, ein ehemaliger Intel-Mitarbeiter, Assistent von Andy Grove und bekannter Investor, brachte die Methode Ende der 1990er-Jahre zu Google. In einer frühen Phase des Unternehmens stellte Doerr den Gründern Larry Page und Sergey Brin das OKR-System vor. Sie erkannten schnell das Potenzial der Methode, ihre ehrgeizigen Visionen in konkrete, messbare Ziele zu verwandeln. Dank OKR konnte Google seine Mitarbeitenden effektiv auf gemeinsame Ziele ausrichten und eine Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit schaffen.
  • 2013
    Das berühmte YouTube-Video: Das berühmte Video, in dem Rick Klau vorstellt, wie OKR bei Google (Ventures) genutzt wird, wurde 2013 veröffentlicht. Es ist Teil eines Talks, in dem er erklärt, wie OKR funktioniert und welchen Nutzen es Google gebracht hat. Dieses Video ist ein oft zitiertes Beispiel für die Einführung und Anwendung von OKR in einem schnell wachsenden Unternehmen. Es hat neben der raschen Verbreitung, auch zum sogenannten "Cargo-Kult" geführt.
  • 2017
    Measure What Matters: Das Buch «Measure What Matters» von John Doerr wurde 2017 veröffentlicht. Es beschreibt detailliert, wie OKR (Objectives and Key Results) in Unternehmen erfolgreich angewendet werden kann, und enthält zahlreiche Fallstudien, darunter prominente Beispiele wie Google, Intel und Bono’s ONE Campaign. Das Buch hat maßgeblich dazu beigetragen, OKR weltweit populär zu machen. Auch wenn es keine Hilfestellung für eine Einführung bietet, schafft es doch Lust, sich dem Thema OKR zu widmen.
  • 2025
    Standardframework für agile Strategieumsetzung: Im Jahr 2025 hat sich OKR (Objectives and Key Results) als Standardframework für agile Strategieumsetzung in Unternehmen weltweit etabliert. Moderne OKR-Ansätze integrieren künstliche Intelligenz, um Ziele in Echtzeit zu analysieren und Fortschritte vorherzusagen. Organisationen setzen verstärkt auf kontinuierliche Kommunikation, um die Transparenz und die intrinsische Motivation der Teams zu fördern. Der Fokus liegt zunehmend auf der Verbindung von OKRs mit nachhaltigen Zielen und Purpose-Driven Leadership, um langfristige Wirkung und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.

 

Wie funktioniert OKR? Der OKR-Zyklus

Das OKR-Framework folgt einem klar strukturierten Zyklus, der sich in regelmässigen Abständen, i.d.R. alle 3-4 Monate,  wiederholt. Der Grund liegt in der hochfrequenten Reaktion auf Veränderungen, und macht OKR dadurch sehr adaptiv. Der OKR-Zyklus beginnt mit der Festlegung der Objectives und den dazugehörigen Key Results im sogenannten "OKR Planning".

 

Nach der Festlegung erfolgt die Operationalisierung der OKR. Das heisst, die Ziele werden in konkrete Massnahmen und Aktivitäten übersetzt. Das synchronisiert die strategischen und operativen Ziele und fördert die Transparenz im gesamten Unternehmen. Die "Weeklies" als regelmässige Check-Ins und Anpassungen im Zyklus gewährleisten, dass die OKR flexibel und agil bleiben, was eine schnelle Reaktion auf Veränderungen ermöglicht und den kontinuierlichen Fortschritt sicherstellt.

 

Der OKR-Zyklus ist somit ein dynamischer Prozess, der strategisches Management mit operativer Umsetzung verbindet und die Grundlage für eine effektive Zielerreichung bildet.

3 Zyklen

Abbildung: © 2025 Buch „OKR in Action" von Patrick Lobacher, Christian Jacob und Thomas Walter.

 

 

 

 

 

 

Wozu OKR? Und was hat VUKA, BANI und Agilität damit zu tun?

OKR gibt Unternehmen eine klare Struktur, um in einer komplexen und sich ständig verändernden Welt handlungsfähig zu bleiben. Konzepte wie VUKA (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität) und BANI (Brüchigkeit, Ängstlichkeit, Nicht-Linearität, Unverständlichkeit) beschreiben die Herausforderungen moderner Märkte. Agilität ist die Antwort darauf – und OKR das Werkzeug, um agile Prinzipien in konkrete Strategien und messbare Erfolge zu übersetzen.

 

 

VUKA: Eine Welt im ständigen Wandel

Das VUKA-Konzept beschreibt die Realität vieler Unternehmen: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität prägen den Markt. Veränderungen treten unerwartet auf, Kundenbedürfnisse wandeln sich schnell, und traditionelle Planungsmethoden greifen oft ins Leere. Unternehmen müssen daher in der Lage sein, flexibel zu agieren, Entscheidungen iterativ zu treffen und aus Erfahrungen zu lernen. OKR bietet genau diese Struktur, indem es Unternehmen hilft, Fokus zu setzen, Prioritäten klar zu definieren und die strategische Ausrichtung in kurzen, adaptiven Zyklen kontinuierlich zu überprüfen.

BANI: Die neue Dimension der Unsicherheit

BANI erweitert VUKA um weitere Herausforderungen: Brüchigkeit, Ängstlichkeit, Nicht-Linearität und Unverständlichkeit. Systeme, die früher als stabil galten, brechen plötzlich zusammen. Menschen reagieren mit Unsicherheit, und Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge lassen sich nicht mehr eindeutig ableiten. Hier setzt OKR als Führungsinstrument an: Es gibt Orientierung in einer chaotischen Umgebung, schafft psychologische Sicherheit durch Klarheit über strategische Ziele und ermöglicht Teams, schrittweise Fortschritte zu erzielen. Statt starrer Pläne setzen Unternehmen auf agile Anpassungsfähigkeit, um auch unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.

Agilität als Antwort auf VUKA und BANI

Agilität ist keine Methode, sondern eine Denkweise, die Unternehmen hilft, mit VUKA und BANI umzugehen. Dabei geht es nicht nur um schnelle Reaktionen, sondern auch um eine neue Art der Zusammenarbeit, Entscheidungsfindung und Wertschöpfung. OKR unterstützt diese Transformation, indem es ein gemeinsames Zielbild schafft und klare, messbare Ergebnisse definiert. Es sorgt für Transparenz, Alignment und regelmäßige Reflexion – zentrale Prinzipien agiler Organisationen. Durch die Kombination von OKR mit agilen Methoden wie Scrum, Kanban oder Design Thinking entstehen leistungsfähige, adaptive Unternehmen, die Wandel nicht nur bewältigen, sondern aktiv gestalten.

 


 

 

 

 

 

 

Obligatorische sowie optionale OKR Events 

 

Im Folgenden erhältst du einen umfassenden ersten Einblick in die obligatorischen Events, die bei der Arbeit mit dem OKR-Framework von entscheidender Bedeutung sind. Diese Events sind nicht nur notwendig, um die Effektivität und Effizienz des OKR-Prozesses sicherzustellen, sondern sie bilden auch das Rückgrat für eine erfolgreiche Implementierung und kontinuierliche Verbesserung innerhalb der Organisation. Durch die Teilnahme an diesen Veranstaltungen wird gewährleistet, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis für die Ziele und Methoden entwickeln, die für die Erreichung der strategischen Unternehmensziele erforderlich sind.



 

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Obligatorische Events in OKR

 

Hier geht es zunächst um die obligatorischen Events, die zur wirksamen Arbeit mit OKR notwendig sind.

Der nachfolgende Einblick ist bewusst eine Übersicht. Solltest du in einzelne Events konkreter einsteigen wollen, kannst du auf unsere OKR Whitepaper & Playbooks zurückgreifen.

 

  • OKR Deepdive

    Entscheider erhalten hier alle relevanten Informationen und Werkzeuge, um fundiert über die Einführung von OKR zu entscheiden.

 

  • OKR Synergist-Ausbildung
    Auch in OKR bedarf es einer neutralen Rolle in der Prozessbegleitung. In der dreitägigen, modularen  Zertifizierungsausbildung werden alle notwendigen Kompetenzen vermittelt.

 

  • OKR Architektur

    Welche Ebenen und Teams sollten von Anfang an in das OKR-System eingebunden werden? Welche Elemente – wie MOAL, Company OKR oder Team OKR – sind entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung? Dieser Workshop liefert die notwendige Struktur, sorgt für klare Zuständigkeiten und legt die Basis für eine zielgerichtete Umsetzung.

 

  • Moal Planning

    Im Moal Planning definieren wir, welche wesentlichen Meilensteine in den nächsten 12 Monaten erreicht werden müssen, um die Strategie wirkungsvoll voranzutreiben.

    Mehr dazu in unserem Whitepaper.

 

  • OKR Impuls

    Damit OKR erfolgreich umgesetzt wird, benötigen alle Beteiligten ein solides Grundverständnis des Frameworks. Im OKR-Impuls vermitteln wir die zentralen Prinzipien, sodass jeder die Methode gezielt anwenden und zur Wirksamkeit des Systems beitragen kann.

 

  • OKR Teamplanning

    Im OKR-Teamplanning entwickeln die Teams ihre OKR-Sets für den nächsten Zyklus von 3–4 Monaten. Dieser Schritt bildet das zentrale Bindeglied zwischen Strategie und operativer Umsetzung, indem die Verantwortung für konkrete Maßnahmen direkt in die Teams übergeht.

 

  • OKR Draftingphase

    Nachdem alle Teams ihre Planung abgeschlossen haben, folgt eine strukturierte Drafting-Phase, die je nach Bedarf mehrere Tage dauern kann. Gemeinsam mit den Teams und unter der Begleitung der OKR Synergists werden die OKR-Sets finalisiert, auf Qualität überprüft und bereichsübergreifende Überschneidungen identifiziert, um Doppelarbeit innerhalb der Organisation zu vermeiden.

    Mehr dazu in unseren Whitepaper.

 

  • OKR Weekly

    Das OKR Weekly dient der regelmäßigen Abstimmung im Team, um den aktuellen Fortschritt der OKRs zu reflektieren, Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren und gemeinsame Maßnahmen abzuleiten.

 

  • OKR Review
    Das Review ist ein elementar wichtiges Events des OKR-Zyklus und geht darauf ein, wieviel Zielerreichung im letzten OKR-Zyklus tatsächlich erbracht wurde.

 

  • OKR Retrospektive

    Reviews und Retrospektiven sind essenzielle Bestandteile des OKR-Zyklus: Während die Review den erzielten Fortschritt anhand der gesetzten Ziele reflektiert, beleuchtet die Retrospektive den Prozess selbst, um kontinuierliche Verbesserungen zu ermöglichen.

 

 

Whitepaper

 

 

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Optionale Events in OKR

Nach den obligatorischen Events, bekommst du hier noch einen ersten Einblick in die aus unserer Sicht optionalen, aber wirksamen OKR Events. Nutze sie vor allem dann, wenn dein aktuelles OKR-System in den genannten Bereichen noch Schwächen aufweist.

 

  • OKR Vernissage
    Direkt im Anschluss an die OKR Teamplannings, und vor der anschließenden OKR Draftingphase, kann eine Vernissage zur Vertiefung des gegenseitigen, inhaltlichen Verständnisses liegen. Sie lädt durch die offene und transparente Auslegung direkt im Anschluss an die Plannings zum Austausch zwischen den Teams ein.

 

  • OKR Bi-Weekly
    Im Bi-Weekly besteht die Möglichkeit, z.B. Personen in Führungsrollen zum aktuellen Fortschritt in OKR zu informieren. Da diese i.d.R. nicht feste Bestandteile der Teams sind, können die Teams hier ihre Fortschritte, aber auch Herausforderungen präsentieren und Unterstützung anfragen.

 

  • OKR Marketplace
    Vor dem jeweiligen Zyklusstart, schafft das OKR-Framework durch Vernissage sowie der Draftingphase einen umfangreichen Einblick in die geplanten Ziele der anderen Teams und somit der gesamten OKR-Organisation.
    Am Zyklusende kommt diese Aufgabe dem OKR Marketplace zu. Die beteiligten OKR-Teams informieren sich niedrigschwellig über Erfolge- und Rückschläge des abgeschlossenen Zyklus und vermitteln Erkenntnisse, von denen alle profitieren können.

 

 

 

 

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Na, juckts dich zu OKR?

Thomas berät dich gerne.

Thomas Walter

Berater . Trainer

 

 

 

Die Unternehmensstrategie

 

Starker Fokus auf Unternehmensstrategie in OKR

Dieser ist entscheidend für den Erfolg von OKR. Ohne eine klare und handlungsleitende Strategie wird OKR schnell ineffektiv und bleibt hinter seinen Potenzialen zurück. Der Hauptgrund dafür ist, dass OKR auf der strategischen Ebene aufsetzt, um durch die Übersetzung der langfristigen Vision in messbare und fokussierte Ziele die Umsetzung der Strategie zu gewährleisten.

 

 

Mögliche Probleme mit der Strategie

 

  1. Fehlende Verankerung der Strategie: die strategische Basis hat weder Bindung noch Relevanz für die Menschen innerhalb der Organisation – und kann dadurch kaum nach außen wirken. Auf die Frage nach der eigenen Vision, Mission oder Strategie hören wir oft: “Keine Ahnung, das hat der Vorstand festgelegt. Ich habe mich damit nie wirklich befasst.”
  2. Innensicht statt Kundenfokus: Strategien beziehen sich häufig nur auf interne Ziele – was die Organisation tun, erreichen oder verdienen will. Doch Kunden interessiert das nicht. Sie suchen nach Lösungen für ihre Probleme und wollen Produkte, die genau das leisten.

 

 

OKR ist in erster Linie eine Methode um Strategie zu operationalisieren. Eine starke Strategie bildet somit die Basis für OKR.
Was unfertig und schlecht einfließt, wird in den OKRs ebenso schwach und unwirksam herauskommen.


Anschlussfähigkeit der Strategie mit OKR

 

Vor jeder Einführung befassen wir uns daher ausführlich mit den bereits vorhandenen, strategischen Vorarbeiten und "Building Blocks.

 

  • Wenn sie gut und wirkungsvoll sind, nutzen wir sie gerne und integrieren sie in den weiteren Prozess.
  • Sind sie jedoch nicht ausreichend, begründen wir das und überarbeiten sie gezielt für den Einsatz im OKR-System. Dabei folgen wir dem agilen Prinzip der Schnelligkeit: Statt wochenlang an einer perfekten Vision zu feilen, erstellen wir einen „Visions-MVP“ – eine erste Version mit etwa 80 % Annäherung an das Zielbild. So können wir direkt starten, Erfahrungen sammeln und für die nächsten Zyklen gezielt optimieren.


Kontextwissen

Wieso eine anschlussfähige Strategie unabdingbar ist

OKR und insbesondere Objectives sind wie beschrieben ohne eine starke, inspirierende und anschlussfähige Vision kaum wirksam umsetzbar. Es lohnt sich daher, sich mit dem Thema näher zu befassen, bevor man mit OKR in die Umsetzung startet. Lies dich daher gerne hier noch etwas weiter ein und komme auf uns zu, wenn du Fragen hast oder Austausch wünschst.


Alles zur Vision und Mission

OKR und der Golden Circle – Wie sie zusammenwirken.

 

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Der Golden Circle als mögliche Methode für die Formulierung einer Strategie. Abbildung: © 2025 Buch „OKR in Action" von Patrick Lobacher, Christian Jacob und Thomas Walter.

 

 

OKR (Objectives & Key Results) und der Golden Circle von Simon Sinek ergänzen sich ideal, wenn es darum geht, Strategien wirkungsvoll umzusetzen. Sineks Modell betont, dass erfolgreiche Unternehmen mit dem „Warum“ beginnen – also mit einem klaren Sinn oder einer starken Vision. OKR hilft dabei, genau dieses „Warum“ und "Wofür"in konkrete, messbare Ziele zu übersetzen und den Fokus auf das „Wie“ und „Was“ zu richten.

 

Während der Golden Circle die emotionale und strategische Basis schafft, stellt OKR sicher, dass diese nicht nur inspirierend bleibt, sondern auch in die Praxis umgesetzt wird – mit klaren Prioritäten, greifbaren Ergebnissen und einem strukturierten Prozess. Gemeinsam sorgen beide Ansätze dafür, dass eine starke Vision nicht nur formuliert, sondern auch aktiv gelebt wird.

 

Der Unterschied zwischen „Warum“ und „Wofür“.

 

  • Das „Warum“ bezieht sich oft auf die Vergangenheit – es erklärt, warum etwas geschehen ist oder warum eine Organisation existiert. Dabei wirkt es häufig rückblickend und rechtfertigend, ohne dass es aktiv verändert werden kann.

 

  • Das „Wofür“ hingegen richtet den Blick nach vorne. Es setzt einen klaren Fokus auf die Zukunft und verbindet das eigene Handeln mit einem aktivierenden Zielbild. Es schafft Orientierung und Motivation, indem es deutlich macht, wofür sich der Einsatz lohnt.

 

Unsere Erfahrung zeigt: Eine konsequente Ausrichtung auf ein starkes und resonanzfähiges „Wofür“ führt in der Arbeit mit OKR zu den besten Ergebnissen. Es gibt Teams eine sinnvolle Richtung und sorgt für echte Identifikation mit den gesetzten Zielen.

 


 

 

 

Die Trichterlogik im OKR-System

 

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OKR als Trichter – Vom Abstrakten zum Konkreten

 

In unserer Arbeit mit OKR helfen wir Menschen, das Konzept besser zu verstehen, indem wir es mit einem Trichter vergleichen: Oben breit, wo die Vision beginnt, und nach unten hin immer fokussierter und konkreter.

 

  1. Vision & Purpose

    Die Vision entwirft ein kraftvolles Zukunftsbild, das heute noch nicht Realität ist, aber so inspirierend wirkt, dass Menschen sich mit voller Überzeugung dafür engagieren. Sie ist klar, motivierend, gemeinschaftsorientiert, anpassungsfähig und trägt eine starke, zukunftsweisende Idee in sich.

  2. Moal (Mid-Term Goal)

    Das Moal übersetzt die Vision in greifbare Meilensteine für etwa ein Jahr. Es definiert, welche entscheidenden Fortschritte gemacht werden müssen, um die langfristige Strategie wirkungsvoll voranzutreiben.

    Mehr zum MOAL

 

  1. Objective

    Ein Objective formuliert ein motivierendes Zukunftsbild aus Sicht des Teams. Es beschreibt eine angestrebte positive Veränderung für Kunden oder Nutzer, die zur übergeordneten Strategie beiträgt. Dabei ist es ambitioniert, inspirierend und innerhalb eines OKR-Zyklus (z. B. 3 Monate) realistisch umsetzbar.

    Mehr zum Objective
  2. Key Result

    Ein Key Result macht das Objective durch klare Messgrößen greifbar. Es beschreibt eine gewünschte Veränderung im Verhalten der Kunden oder im Markt, die sich positiv auf das Geschäft auswirkt. Als führender Indikator zeigt es frühzeitig, ob das Team auf dem richtigen Kurs ist, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

    Mehr zu den Key Results

 

 

Warum der Trichtergedanke hilft

 

OKR beginnt mit einer qualitativ beschriebenen Zukunftsvision (Vision & Purpose, Moal, Objectives) und führt über die messbaren Key Results zu einem klaren Fortschrittsnachweis. So bleibt das große Ganze im Blick, während gleichzeitig konkrete Ergebnisse sichtbar und überprüfbar werden.



 

 

 

 

  • Die Unternehmensstrategie mit OKR operationalisieren 

  • Strategy

    Unternehmenstrategie

    Die Unternehmensstrategie bildet die langfristige Ausrichtung und das Fundament für alle Entscheidungen. Sie definiert die Vision, Mission und zentralen Ziele, die das Unternehmen erreichen möchte, sowie die Schwerpunkte, auf denen der Erfolg basiert. Eine klare Strategie schafft Orientierung und ermöglicht es, Prioritäten zu setzen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Herausforderung besteht darin, diese strategischen Ziele in die tägliche Arbeit der Teams und Mitarbeitenden zu übersetzen und sicherzustellen, dass alle Aktivitäten auf die übergeordnete Ausrichtung einzahlen.

    Mehr zur Strategieumsetzung

     

  • Moal

    Moal (Mid-Term Goal)

    Moals (Mid-Term Goals) sind mittelfristige Zielsetzungen, die als Brücke zwischen der langfristigen Unternehmensstrategie und den kurzfristigen operativen Zielen dienen. Sie decken in der Regel einen Zeitraum von 12 Monaten und helfen dabei, strategische Prioritäten in greifbare Handlungsfelder zu übersetzen. Moals stellen sicher, dass die Strategie in klaren Fokusbereiche zerlegt wird, die für das gesamte Unternehmen relevant und erreichbar sind. Durch die Definition von Moals wird die strategische Ausrichtung operationalisiert und bietet den beteiligten Menschen eine Orientierung, welche großen Schritte in den nächsten 12 Monaten notwendig sind, um der Vision näherzukommen.
    Handlungsleitenden Kontext bekommen sie dabei durch die von Pure entwickelten, sogenannten "Moal Artefakte".

  • OKR

    Objectives and Key Results

    OKRs verbinden Strategie mit operativer Umsetzung in agilen Zyklen (z. B. 3 Monate). Sie brechen die Moals in konkrete Ziele herunter und sorgen so für eine klare Ausrichtung auf die Vision.
    Jedes Objective leitet sich aus einem übergeordneten Moal ab, schafft Orientierung und wird durch messbare Key Results greifbar. Durch diese Struktur wird die Strategie nicht nur sichtbar, sondern aktiv in den Arbeitsalltag integriert.
    OKRs fördern Transparenz und Zusammenarbeit, indem Teams ihre Ziele mit der Unternehmensstrategie verknüpfen. Regelmäßige Überprüfung ermöglicht eine flexible Anpassung an Veränderungen, ohne den strategischen Fokus zu verlieren.
    Durch die enge Verbindung zwischen Moals und OKRs bleibt das operative Geschäft strategisch ausgerichtet, während gleichzeitig Raum für Innovation und Weiterentwicklung geschaffen wird. Zudem schützt OKR gezielt strategisch wichtige Aufgaben, die über das Tagesgeschäft hinausgehen und langfristigen Impact haben.

 

 

 

Beispiele für Objectives und Key Results

Um die OKR-Methode besser zu verstehen, sind konkrete Beispiele hilfreich. Ein Objective könnte etwa folgendermassen lauten: 

 

 

 

Beispiel 1:

"Unsere Zielgruppe interagiert aktiver und regelmäßiger mit unseren Inhalten, wodurch wir nachhaltige Bindung und Engagement fördern."

(Anzahl der gesteigerten Interaktionen als Basis für mehr wirtschaftlichen Erfolg)

 

 

Beispiel 2:

"Unser einzigartiger Mehrwert ist klar kommuniziert, wird von Kundinnen und Kunden verstanden und löst erste positive Resonanz aus."

(Positive Reaktionen können bew. ein längerer Verbleib im Shop, ein umfangreicherer Warenkorb oder die Empfehlung des Kunden in seinem sozialen Umfeld sein - all das macht uns wirtschaftlich erfolgreicher)

 

 

Beispiel 3:

""Ticketverkäufe steigen sprunghaft an und erreichen das Engagement-Niveau eines Fitnessstudios im Januar."

(Ziele müssen nicht so "schwer" und "ernsthaft" sein. Entscheidend ist die Wirkung auf den Nutzer und dessen Verhaltensveränderung, die uns jeweils erfolgreicher macht.)

 

 

Beispiel 4:

"Unser neuer Onlineshop setzt Maßstäbe in Benutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit, sodass Kunden den Einkauf als reibungslos und effizient erleben."

(Ziele müssen nicht so "schwer" und "ernsthaft" sein. Entscheidend ist die Wirkung auf den Nutzer und dessen Verhaltensveränderung, die uns jeweils erfolgreicher macht.)

Beispiele

Diese und weitere Beispiele findest du in unserem Whitepaper

Du suchst konkrete Beispiele für erfolgreiche OKR-Formulierungen? Unser Whitepaper OKR Beispiele gibt dir praxisnahe Inspiration für Objectives und Key Results, die echte Wirkung entfalten. Egal ob für strategische Transformation, Produktinnovationen oder Teamentwicklung – entdecke, wie erfolgreiche Unternehmen OKR nutzen, um ambitionierte Ziele zu erreichen.


zum Whitepaper

Negativ-Beispiel 1:

"Ein umfangreicher Leitfaden für effektive Kundenkommunikation wurde ausgearbeitet."

Dies ist ein To Do und beschreibt keine Verhaltensänderung (Outcome-Orientierung) beim Kunden.

 

 

Negativ-Beispiel 2:

"Die interne Wissensdatenbank wurde vollständig aktualisiert."

Wiederum nur Referenz auf eigenes Verhalten. Outcome, als die Verhaltensänderung des Nutzers, die uns erfolgreich macht, ist nicht vorhanden.

 

 

Negativ-Beispiel 3:

"Es wurden zusätzliche Vertriebsmaßnahmen umgesetzt."

 

Generisch und ohne Inspiration oder Bindungskraft für die Organisation über die Führungsebene hinaus. Zudem ein Evergreen: erzeugt kein konkretes Zielbild am Zyklusende, da eine Organisation i.d.R. nicht nur einen Zyklus mehr Umsatz machen will. 

 

 

Negativ-Beispiel 4:

"Es wurden weitere Inhalte im Blog veröffentlicht."

Erneut kein Kunden- oder Nutzerverhalten erkennbar. Zwar indikativ (als Zielzustand) formuliert, aber letztlich wieder nur die Beschreibung eigenen Verhaltens. Zudem passiv formuliert, so könnte es von jedem gemacht werden, negiert also die E2E-Relevanz in OKR.

 

 

 

Whitepaper

Ausgewählte Vorteile von OKR

 

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Hohe Transparenz

 

Einer der zentralen Vorteile von OKR ist die deutliche Steigerung von Transparenz, die durch klar definierte Ziele und messbare Ergebnisse geschaffen wird. Alle Mitarbeitenden, Teams und Führungskräfte wissen genau, was erreicht werden soll und welche Fortschritte bereits erzielt wurden. Diese Offenheit sorgt dafür, dass jeder die Bedeutung der eigenen Arbeit versteht und wie sie zum Gesamtziel des Unternehmens beiträgt. Diese Klarheit reduziert Missverständnisse und erleichtert die Priorisierung, insbesondere in komplexen und dynamischen Umfeldern.

 

 

 

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Sorgt für Ausrichtung und Fokus


Ein weiterer wesentlicher Aspekt von OKR ist die Ausrichtung zwischen individuellen Zielen,Teamzielen und den strategischen Unternehmenszielen. Durch die enge Verknüpfung der verschiedenen Ebenen wird sichergestellt, dass alle Mitarbeitenden in die gleiche Richtung und auf ein übergeordnetes Ziel hin autonom arbeiten. Dies fördert nicht nur die Effektivität, sondern verringert auch das Risiko von Silodenken- und Handeln sowie ineffizienten Prozessen. Die klare Ausrichtung schafft ein gemeinsames Verständnis für die Prioritäten des Unternehmens und erhöht die Kohärenz in der Zielerreichung.

 

 

 

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Steigert Engagement deutlich

 


Engagement ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg jedes Unternehmens, und hier setzt OKR ebenfalls grundlegend an. Durch die Einbindung der Mitarbeitenden in die Festlegung von Zielen fühlen sich diese stärker mit ihrer Arbeit verbunden. Sie verstehen, wie ihre individuellen Beiträge den Gesamterfolg des Unternehmens beeinflussen. Die Möglichkeit, ambitionierte, aber erreichbare Ziele zu setzen, steigert deren intrinsische Motivation. Mitarbeitende, die sich aktiv in den Prozess eingebunden fühlen, arbeiten nicht nur effizienter, sondern auch mit mehr Begeisterung und Kreativität.

 

 

 

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Fördert die Agilität

 


In einer sich ständig verändernden Welt ist Agilität unverzichtbar, und auch in diesem Bereich bietet OKR große Vorteile. Durch die kurzen Zyklen – in der Regel quartalsweise – bleibt das Unternehmen durch die mit OKR einhergehende Hochfrequenz flexibel und kann schnell auf Veränderungen reagieren. Ziele werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst, sodass die Organisation jederzeit auf neue Herausforderungen oder Chancen reagieren kann, ohne ihre strategische Ausrichtung aus den Augen zu verlieren.

 

 

 

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Sorgt für eine höhere Innovationskraft

 


Innovation wird durch OKR gezielt gefördert. Das Framework ermutigt Mitarbeitende, ambitionierte und herausfordernde Ziele zu verfolgen, die über das hinausgehen, was auf den ersten Blick realistisch erscheint. Diese „Stretch Goals“ fordern Teams dazu auf, kreative Lösungen zu entwickeln und neue Wege zu gehen. Durch die Kombination von klaren Zielvorgaben und der Freiheit, neue Ansätze zu wählen, entsteht eine Kultur, in der außergewöhnliche Ideen entstehen können. Unsere Praxiserfahrung zeigt hier immer wieder die Notwendigkeit einer sinnstiftenden Einführung von OKR in die Organisation, damit die beteiligten Menschen den Ambitionsgrad ihrer Ziele nach und nach erhöhen können, und damit die Akzeptanz von OKR stetig steigt.

 

 

 

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Ermöglicht kontinuierliche Verbesserung

 


Schließlich ermöglicht OKR eine kontinuierliche Verbesserung. Die regelmäßige Überprüfung der Ziele und Ergebnisse bietet die Chance, aus Erfolgen und Misserfolgen zu lernen und die Prozesse für die Zukunft zu optimieren. Dies schafft nicht nur eine stärkere Lernkultur, sondern stellt sicher, dass die Organisation langfristig wettbewerbsfähig bleibt.

 

 

 

 

Unser Transformation Framework als modulares Lösungssystem für Erfolge beim eigenen Wandel.

OKR ist nicht nur Sonnenschein

Wie du mit den Herausforderungen von OKR umgehst

OKR bringt viele Vorteile, aber auch einige Herausforderungen mit sich. Ein wesentlicher Punkt ist der Zeitaufwand: Die Einführung und Anwendung von OKR erfordert Kapazitäten. Diese sind jedoch gut investiert, wenn sie dazu führen, Strukturen zu hinterfragen und gezielt zu verändern. OKR kann helfen, sich von unwirksamen Prozessen zu lösen und mehr Fokus zu schaffen. Allerdings bedeutet das auch, dass eingefahrene Vorgehensweisen hinterfragt werden – selbst solche, die längst akzeptiert und bequem geworden sind. Das kann zu Irritationen in der Organisation führen. Ein weiterer kritischer Punkt ist die starke Fokussierung auf Ziele. Menschen, die sich nicht mit klaren Zielen identifizieren oder diesen kritisch gegenüberstehen, können durch OKR unter Druck geraten. Das Framework zwingt sie, sich regelmäßig mit Zielsetzungen und deren Erreichung auseinanderzusetzen, was zu Ablehnung führen kann.


 

Wie man OKR erfolgreich einführt

 

OKR ist kein Selbstzweck – sondern ein Mittel für echten Wandel

 

In unserer Einführungspraxis wird immer wieder klar: Es gibt nicht das eine OKR für alle – und nicht jede Situation erfordert OKR. Als Transformationsbegleiter sind wir methodenagnostisch. Wir wollen zuerst das eigentliche Ziel der Veränderung verstehen, bevor wir mit Lösungen um die Ecke kommen.

 

Viele Organisationen äußern den Wunsch, „OKR einzuführen“. Das hinterfragen wir konsequent. Denn oft geht es nicht wirklich um OKR – sondern um Wandel und Veränderung. OKR kann ein Transportmittel für Change sein, aber wenn es nur um die Methode selbst geht, bleibt es ein leeres Ritual.

 

Der Erfolg mit OKR hängt nicht nur an einzelnen Stellschrauben, sondern vor allem an den großen Treibern – wie dem echten, tief verwurzelten Wunsch, die Zukunft positiv zu gestalten. Sonntagsreden über Veränderung bringen nichts, wenn sich diese im Alltag nirgendwo widerspiegelt.

 

Auf den Punkt: Die Einführung von OKR allein macht keine Organisation erfolgreich. Nur die damit verbundene Verhaltensänderung sorgt für echten Fortschritt. Alles andere ist nichts weiter als Change-Theater.

 

Um für den eigenen Organisationskontext ein erstes Gefühl zu bekommen, empfehlen wir grundsätzlich die Einführung über eine Pilotierung.

 

 

"Eine erfolgreiche OKR-Einführung sollte zunächst als Pilot starten, um die Wirkung im kleinen Rahmen zu erleben und entstehende Dynamiken besser steuern zu können. Die bewusste Bezeichnung als „Experiment“ hilft sowohl beim Erwartungsmanagement als auch dabei, flexibel Anpassungen vorzunehmen, sobald diese durch erste Erfahrungen als notwendig erkannt werden."

 

 

Gründe für die Einführung von OKR über einen Piloten

 

  1. OKR folgt den Grundsätzen agiler Arbeitsweisen, indem es durch wiederholte Zyklen (iterativ) und schrittweise Fortschritte (inkrementell) eine dynamische und anpassungsfähige Zielverfolgung ermöglicht.

  2. Ein Pilotprojekt als Einstieg ist konsequent: Es ermöglicht schnelle Praxiserfahrungen, integriert gewonnene Erkenntnisse in die Roll-out-Planung und optimiert die Einführung schrittweise.

  3. Die Beteiligten machen gezielt Erfahrungen, die ihrem individuellen Reifegrad entsprechen. So vermeiden wir Überforderung und schaffen einen reibungslosen Einstieg, der breite Akzeptanz und aktive Mitgestaltung in der Veränderung fördert.

  4. Der Pilot gibt uns praxisnahe Einblicke: Wie setzen erste Teams OKR um? Was funktioniert gut? Wo treten Herausforderungen auf? In diesem geschützten Rahmen können wir gezielt experimentieren, ohne dass Fehler größere Folgen haben.

  5. Anpassungen auf Basis neuer Erkenntnisse sind kein Zeichen von Unsicherheit, sondern ein gezieltes Reagieren auf die Realität, um OKR praxisnah zu gestalten. So begegnen wir Kritik konstruktiv und etablieren Iteration als bewusstes Prinzip, das den Erfolg der Einführung langfristig sichert.


 

 

Thomas Walter quadrat

Erfahrung in über 350 OKR-Einführungen

Brauchst du Hilfe bei der Einführung von OKR in deinem Unternehmen? Wir helfen gerne! Rufe an oder buche einen unverbindlichen Kennenlern-Termin.

Kennenlern-Termin

Thomas Walter

Berater, Trainer und Mitinhaber



 

 

 

 

 

 

Schritte zur Einführung von OKR

Die wichtigsten Einführungsschritte nachfolgend in der Übersicht. Diese dient nur als roter Faden und kann davon Situationsabhängig stark abweichen.

 

Kontaktiere uns gerne, um die für dich wirkungsvollsten Komponenten und deren Reihenfolge gemeinsam zu diskutieren.

 

  1. OKR-Audit & Reifegradanalyse

    zur Bestandsaufnahme und strategischen Einordnung.

  2. Strategie-Workshops

    zur Erarbeitung eines klaren Zielbilds und zur Anbindung von OKR an bestehende Unternehmensziele.

  3. Trainings und interaktive Workshops

    für Führungskräfte, Teams und OKR-Verantwortliche, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten die Methode verstehen und effektiv anwenden können.

  4. Ausbildung von OKR Synergisten

    die Rolle im OKR-Framework, die als interne Multiplikatoren den Prozess begleiten und langfristig zum Erfolg beitragen.

  5. Coaching und Sparring für Führungskräfte

    um sicherzustellen, dass OKR als strategisches Führungsinstrument wirksam eingesetzt wird.

  6. Begleitete OKR-Zyklen

    mit regelmäßigem OKR-Planning, Drafting-Phase, wöchentlichen Check-ins, Reviews und Retrospektiven, um eine kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten.

  7. Aufbau einer Community of Practice / Experience

    (CoP) zur Förderung des internen Wissensaustauschs und nachhaltigen Verankerung von OKR im Unternehmen.

  8. Individuelle Sprechstunden & Q&A-Sessions

    um spezifische Fragen zu klären und Hindernisse direkt aus dem Weg zu räumen.

  9. Sonderthemen, Skalierung etc.

    Themen, bei denen aufgrund der methodischen Tiefe über die Einführung hinaus externe Begleitung sinnvoll sein kann.

 

 

 

 

 

OKR-Stories

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Schulungen und Masterprogramme

Eine erfolgreiche Einführung der OKR-Methode erfordert fundierte Schulungen und spezialisierte Programme zum Aufbau der notwendigen Kompetenzen. Diese Trainings vermitteln die OKR-Methodik und den gesamten Prozess der Einführung, von der Zielsetzung bis zur Überprüfung. Durch praxisorientierte Workshops lernen die Teilnehmenden, wie sie OKR effektiv implementieren und in den Arbeitsalltag integrieren können. Diese Schulungen sind grundlegend, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden die Prinzipien und Vorteile der OKR-Methode verstehen und anwenden können, was letztlich zu einer erfolgreichen Umsetzung und nachhaltigen Verbesserung der Unternehmensleistung führt.

 

Es gibt in diesem Umfeld mittlerweile mehrere Anbieter und eine Vielzahl an möglichen Qualifizierungen. Wir stellen nachfolgend die beiden aus unserer Sicht relevantesten vor.

 

 

OKR Synergist & OKR Master

Ein OKR Synergist oder OKR Master spielt innerhalb des Unternehmens eine zentrale Rolle bei der Einführung und Aufrechterhaltung des OKR-Frameworks. Diese Rolle ist verantwortlich für die Schulung der Teams, die Moderation von OKR-Interaktionen und die Sicherstellung, dass die OKR-Prinzipien- und Werte eingehalten werden. Die Menschen, die die Rolle leben sorgen dafür, dass die Methode korrekt angewendet wird und unterstützt die Teams dabei, ambitionierte und zugleich erreichbare Ziele zu setzen und zu verfolgen. Durch kontinuierliche Weiterbildung bleiben sie stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen rund um OKR, und können somit allen Beteiligten - von der Führung bist zur Operationalisierung - Hilfestellung und methodische Tipps geben.

 

 

OKR Synergist

Anbieter: Pure Transformation AG

Der OKR Synergist ist eine modular aufgebaute OKR-Qualifizierung, die im Basisaufbau drei Tage dauert. Die Teilnehmer starten mit einem gemeinsamen Basismodul, während dem sie die Grundlagen von OKR und der praktischen Anwendung kennenlernen.

 

Anschließend folgen zwei digitale Vertiefungstage (Aufbaumodule), die individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten sind. Dabei wählen sie aus relevanten Vertiefungsmodulen, wobei eine Mindestpunktzahl erreicht werden muss – so wird sichergestellt, dass alle wesentlichen Inhalte vermittelt wurden.

 

Die Zertifizierung erfolgt nicht durch eine klassische Wissensabfrage, sondern durch praktische Anwendung: Die Teilnehmer reflektieren ihre Arbeit im ersten OKR-Zyklus und dokumentieren ihre Erfahrungen in einer Case-Study, die als Nachweis dient.

 

Mit zunehmender Erfahrung können weitere Vertiefungsmodule „freigeschaltet“ werden, z. B. OKR-Skalierung, Enterprise-OKR, Narratives Arbeiten oder OKR-Tooling. Dadurch können Teilnehmer ihre Kompetenzen gezielt an die Anforderungen ihrer Rolle als OKR Synergist anpassen.

 

Der OKR Synergist unterscheidet sich von anderen OKR-Rollen vor allem durch seine flexible, digitale und praxisorientierte Struktur. Anstelle einer starren „A-nach-B-Qualifizierung“ steht ein dynamisches Lernen im Mittelpunkt. Zudem basiert die Zertifizierung auf Kompetenznachweisen statt reiner Wissensabfrage – und entspricht damit den Anforderungen einer komplexen, sich ständig wandelnden Welt.

 

Zusammenfassung:

 

  • 3 Tage Ausbildung: 1 Tag gemeinsame Arbeit im Basismodul, 2 Tage individuelle Vertiefung in Vertiefungsmodulen.
  • Notwendiger Gesamtscore ist über die jeweiligen Module zu erreichen. Welche Module gewählt werden obliegt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, entscheidend ist die Erreichung des Gesamtscores zur Zulassung für die Zertifizierung.
  • Zertifizierung über eine Praxisumsetzung sowie eine Case-Study.

 

 

 

Certified OKR Master 

Anbieter: die.agilen GmbH

 

Vorwort

 

Der "Certified OKR Master (COM)" unserer guten Freunde von die.agilen aus München ist die ebenfalls hochwirksame Ausbildung zum OKR Master. Diese Rolle sowie die Bezeichung  wurde von die.agilen geschaffen und steht in der DACH-Region aus gutem Grund unter Markenschutz, und kann nur von die.agilen verliehen werden.

Unsere enge Zusammenarbeit wird auch durch das kürzlich gemeinsam veröffentlichte Buch "OKR in Action" deutlich, in dem viele OKR-Praktiker in der Rolle als Master zu Wort kommen.

 

Zu Rolle des OKR Masters

 

Der OKR Master ist eine zentrale Rolle im OKR-Prozess und erfordert eine fundierte Qualifizierung. Der ebenfalls dreitägige Intensivkurs vermittelt die Prinzipien, Dynamiken und Praktiken von OKR und zeigt, welche Voraussetzungen für den Erfolg agiler Methoden in Unternehmen notwendig sind. Die drei Tage finden hierbei i.d.R. hintereinander und in gemeinsamer Präsenz oder Remote statt.

 

Teilnehmer lernen die agilen Werte und Prinzipien sowie die wichtigsten OKR-Elemente kennen – von Rollen und Events bis hin zu Planning, Reviews, Retrospektiven und Weeklys. Zudem wird praxisnah vermittelt, wie gute Objectives und Key Results formuliert werden und worauf es in der täglichen Arbeit als OKR Master ankommt.

 

Nach der Veranstaltung kann die Zertifizierungsprüfung online abgelegt werden. Bei Bestehen erhält man das Zertifikat „Certified OKR Master (COM)“, das zwei Jahre gültig ist. Eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist durch eine Rezertifizierung oder die Teilnahme am OKR Master Tag möglich, sofern innerhalb des Zeitraums aktive OKR-Arbeit nachgewiesen wird.

 

Zusammenfassung:

 

  • 3 Tage Ausbildung, i.d.R. an drei aufeinanderfolgenden Tagen in Präsenz oder Remote. Vermittlung der gleichen Inhalte an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
  • Zertifizierung direkt im Anschluss an die absolvierte Ausbildung über eine Onlineprüfung möglich.
  • Nach Ablauf von 2 Jahren, mehrere, kostenfreie Rezertifizierungsoptionen möglich.

 

 

 

 

Was ist ein OKR Dashboard?

Ein OKR Dashboard ist ein Tool, das alle wichtigen Daten rund um die OKRs eines Teams oder eines Unternehmens auf einen Blick visualisiert. Es fasst auf optisch ansprechende Weise den Status der OKRs zusammen, schlüsselt Objectives, Key Results und Initiativen auf und liefert im besten Fall Echtzeit-Updates. Damit ist es ein wichtiger Baustein für das OKR Reporting.

 

 

Wofür braucht man OKR Dashboards?

OKR Dashboards schaffen vor allem Transparenz. Sie machen die OKRs inklusive Fortschritte zentral an einem Ort sichtbar. So lässt sich mit einem Blick ins Dashboard jederzeit erkennen, welche Ziele „on track“ sind und welche besondere Aufmerksamkeit benötigen. Das Dashboard liefert also eine direkte Rückmeldung, ob man den gesetzten Zielen näherkommt.

 

Ausserdem erfüllt ein OKR Dashboard noch weitere wichtige Funktionen:
  • Es hilft, im ganzen Unternehmen ein Verständnis für die strategische Ausrichtung zu schaffen und alle auf dem gleichen Stand zu halten.
  • Es macht leichter sichtbar, wie einzelne Aufgaben zu übergeordneten Zielen beitragen.
  • Es dient als Ausgangspunkt für weitere Analysen, Diskussionen und neue Initiativen.
  • Es unterstützt dabei, Probleme (z. B. fehlende Zuordnungen oder Eigenschaften) mit den aktuellen Zielen schneller zu erkennen und zu lösen.

 

 

 

 

 

 

OKR Tools und Software

Um die OKR-Methode effizient zu implementieren und zu verwalten, gibt es auf dem Markt zahlreiche Tools und Softwarelösungen, die den Prozess unterstützen. Ein OKR Management System hilft dabei, Objectives und Key Results zu erstellen, zu verfolgen und regelmässig zu überprüfen. Die Wahl des richtigen Tools hängt natürlich immer von den Anforderungen und der Grösse des Unternehmens ab. 


Beliebte OKR-Software-Lösungen

Zu den beliebtesten OKR-Software-Lösungen gehören beispielsweise Anbieter wie Mooncamp, Perdoo und Leapsome. Diese Anwendungen bieten umfangreiche Funktionen zur Verwaltung und Visualisierung von OKRs, inklusive Echtzeit-Dashboards und Reporting Tools. Auch Apps wie Weekdone oder Betterworks sind nützlich, um die OKR-Prozesse unterwegs zu managen und die Zielerreichung stets im Blick zu behalten.

 

 

Aber: beginne deine OKR-Reise nicht mit der Frage nach dem Werkzeug!

Immer wieder erleben wir, dass bereits zu Beginn einer OKR-Einführung nach einem passenden Tool gefragt wird. Unsere Erfahrung zeigt jedoch klar: Kein Tool allein macht eine unwirksame OKR-Einführung erfolgreich.

 

Zu oft entsteht die Erwartung, den kulturellen Wandel und die Arbeit an Mindset und Einstellung zu überspringen und direkt mit einer Software loszulegen. Doch dieser Shortcut funktioniert nicht – weil ein Tool weder die fehlende Sinnstiftung noch ein überzeugendes „Wofür OKR?“ ersetzen kann.

 

Dennoch: Wenn die Grundlagen geschaffen sind, kann OKR-Software erheblich zur Transparenz und Kontextualisierung gemeinsamer Ziele beitragen. Die Frage ist also nicht, ob ein Tool genutzt werden sollte, sondern wann es sinnvoll und wirksam eingesetzt werden kann.

 

Wie schon das agile Manifest betont, stehen Menschen und ihre Interaktionen über Prozessen und Werkzeugen – das gilt auch für OKR.

 

Pragmatischer Start mit der OKR-Liste von Pure by Mooncamp – und die richtige Toolwahl zur richtigen Zeit

 

Von Tag 1 an tracken wir OKRs – dazu stellen wir dir ein kostenfreies Werkzeug bereit, mit dem du sofort starten kannst.

 

Sobald ihr euer OKR-System weiter ausbaut und mehr Menschen einbindet, unterstützen wir euch bei der individuellen Toolwahl: Gemeinsam mit Spezialisten führender Anbieter finden wir die Lösung, die zu eurem Einsatzzweck passt.

 

 

 

Nutzt OKRs als Instrument, um kontinuierlich zu lernen und euch zu verbessern

Wie du nun gelernt hast, bietet das OKR Framework Unternehmen eine strukturierte und effektive Möglichkeit, ihre Ziele zu setzen, den Fortschritt zu verfolgen und die Leistung zu steigern. Mit klaren Zielen, messbaren Ergebnissen und einem regelmäßigen Zyklus können Organisationen agiler, fokussierter und erfolgreicher werden. Beginnt also umgehend mit der Implementierung von OKRs und erlebt die Vorteile dieser leistungsstarken Herangehensweise an die Umsetzung euer Strategie

 

 

  • Tipps

  • 01

    Unser kostenfreies Tracking-Template (Microsoft Excel oder Google Sheets) in Kooperation mit Mooncamp bietet ein vollständiges OKR-Dashboard mit separaten Tabs für die individuellen Ziele der Teams. Die intuitive Struktur ermöglicht eine einfache Nutzung für Unternehmen jeder Größe und lässt sich bei Bedarf flexibel anpassen.

  • 02

    Detaillierte Kriterien für wirksame Objectives sowie praktische Tipps zur Formulierung messbarer Key Results findest du in unseren Beiträgen zu diesen Themen. Schau gerne vorbei – und denk daran: Die wahre Wirkung von OKR liegt weit über die reine Formulierung hinaus.

  • 03

    Für alle, die bei OKR nicht nur das Ergebnis im Blick haben, sondern schnell in die Aktivitätensicht wechseln: Im Trackingsheet/Dashboard können auch die drei wichtigsten Tasks oder Initiativen erfasst werden. Ein sinnvoller Ansatz wäre ein Feld, in dem die aktuell entscheidenden Maßnahmen festgehalten werden – also die drei Aufgaben, die den größten Beitrag zur Erreichung der Key Results leisten.

  • Thomas Walter Portrait

    Thomas Walter

    Strategie-Entwicklung . Begleitung . OKR

  • Christian Schwotzer Portrait

    Christian Schwotzer

    Transformation . Strategie-Entwicklung . Begleitung

  • Cyrill Kuster Portrait

    Cyrill Kuster

    Markenstrategie . OKR

Hi! Wir sind pure. und hier um zu helfen! Seit über 10 Jahren befähigen wir Unternehmen in OKR

 

Gerne unterstützen wir dich bei der Einführung von OKR in deiner Organisation, indem wir dir mit unserer langjährigen Erfahrung und unserem fundierten Wissen zur Seite stehen. Unser Team aus erfahrenen Fachleuten wird dich durch den gesamten Prozess begleiten, von der ersten Planung bis zur erfolgreichen Implementierung. Du willst wissen, wie wir das genau machen und welche Vorteile OKR für dein Unternehmen bringen kann? Dann buche ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch mit einem unserer Experten, in dem wir dir detailliert erklären, wie wir vorgehen und welche maßgeschneiderten Lösungen wir für deine spezifischen Bedürfnisse anbieten können.

 

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